Nachtwächterführungen auch in Corona-Zeiten

Veröffentlicht Schreibe einen KommentarVeröffentlicht in Ungeordnet

Auch der Corona-Virus kann den Linner Nachtwächter nicht aufhalten, weiter durch den historischen Stadtkern zu führen und dadurch erhebliche Gelder für Kindergarten und die historischen mechanischen Musikinstrumente einzusammeln.

„Vier reguläre Führungen und eine Führung für einen Karnevalsverein hatten wir schon im September,“ berichtet Heinz-Peter Beurskens. „Auch unter Corona-Einschränkungen kann man bei der Führung noch viel Spaß haben!“

Die Gruppen sind nun deutlich kleiner und auch die verwendeten Utensilien wie Laternen, Pranger, Halsgeige müssen jeweils desinfiziert werden. Auch sein Eröffnungsvortrag im Saal mit speziellem Mundschutz ist eine größere Belastung.

Trotzdem freut er sich mit seinem Team auf jede neue Führung. Diese finden nicht nur jeden Mittwoch ab/in der Gaststätte „Em Kontörke“ in der Margaretenstraße statt. In den Herbstferien gibt es auch zwei Zusatztermine an den Donnerstagen. Jeweils um 18 Uhr starten die Veranstaltungen mit einem Vorspiel. Dann gibt es das Essen und gegen 19 Uhr geht es dann für über zwei Stunden durch Linn, mit Besuch von Kirche und Burginnenhof.  

Das Entgelt beträgt 20 € und umfasst neben der Führung noch einen niederrheinischen Eintopf (Grünkohl o.ä.) mit Mettwurst. Wer dies nicht mag (z.B. Vegetarier oder auch Kinder) kann beim Kartenkauf darauf hinweisen und ihm wird sicherlich von der Fam. Balk eine Alternative angeboten. Das Nachtwächterentgelt kommt wie bisher dem Museum in Linn zugute.

Karten können in der Gaststätte Em Kontörke, Margaretenstr. 40 , von mittwochs bis samstags ab 17 Uhr, sonntags ab 11 Uhr, Tel. 540064, erworben werden. Es empfiehlt sich, die Karten frühzeitig zu bestellen, weil für die Veranstaltungen immer eine große Nachfrage besteht und die Teilnehmerzahl jetzt deutlich kleiner ist.

In Zusammenarbeit mit den Linner Restaurants sind für größere Gruppen auch Sonderführungen nach Absprache möglich. Dabei wird das Essen gesondert berechnet und für die Führung ein Pauschalbetrag als Spende für einen Kindergarten in der Pfarre St. Nikolaus erhoben. Weitere Informationen findet man auch im Internet unter www.nachtwaechter-linn.de.

Auf dem Foto lädt Restaurator Wendel das Kaffeehausorchestrion zum Transport ein.

Hilferuf des Linner Nachtwächters

Veröffentlicht Schreibe einen KommentarVeröffentlicht in Ungeordnet

„Ich suche dringend Spenden zur Restaurierung des Kaffehausorchestrions im Jagdschloss. Aktuell fehlen noch über 20.000 €!“  bittet der Linner Nachtwächter Heinz-Peter Beurskens, der auch mit einigen anderen Ehrenamtlichen die Musikinstrumente vorführt.

Mit seinen Einnahmen aus den Nachtwächterführungen konnten u.a ein altes Symphonion, das pneumatische Klavier, eine Drehorgel und die große Clarabella restauriert werden. „Aber jetzt sind die Mittel ausgeschöpft. Für das nicht mehr bespielbare Kaffeehausorchestrion stehen Reparaturen von über 20.000 € an!“ stellt er bedauernd fest. Er appelliert an die Bürger und Firmen, hier Unterstützung zu leisten. „Es hat in Krefeld gute Tradition, das die Bürger ihr Kulturgut bewahren,“ hofft er auf rege Spendentätigkeit. Spenden können an den Verein der Freunde der Museen Burg Linn Konto Sparkasse Krefeld IBAN DE 54 3205 0000 0063 313498 Stichwort „Musik“ überwiesen werden. Der Verein stellt dann auch eine Spendenbescheinigung aus.

Der Restaurator, Herr Wendel aus Rüdesheim, hat das Musikinstrument beim Anliefern der Clarabella gleich mitgenommen, um Transportkosten zu sparen. An die Arbeit kann er sich aber erst machen, wenn der Auftrag erteilt wird und das nötige Geld vorhanden ist, weiß Beurskens. Das Instrument der Firma Lösche von vor 1914 bestehtu.a. aus einem pneumatischen Klavier und einem Violinen- und Flötenregister und gehörte zu den Herzstücken der Sammlung von mechanischen Musikinstrumenten im Jagdschloss. „Es wäre schön, dieses Instrument schon bald wieder hören zu können!“ hofft er.

Auch die Einnahmen der regelmäßigen Nachtwächterführungen werden wieder für die Restaurierung gespendet werden. Karten hierfür gibt es im Restaurant „Em Kontörke“. Weiter Informationen unter www.nachtwaechter-Linn.de.

Alter und junger Nachtwächter

Kinder trotzten Regen beim Kinderrundgang mit dem Linner Nachtwächter

Veröffentlicht Schreibe einen KommentarVeröffentlicht in Ungeordnet

Auch starker Dauerregen konnte die Kinder beim traditionellen Rundgang mit dem Linner Nachtwächter nicht abhalten. Mit dem alten Nachtwächterlied begrüßten der kleine Nachtwächter Maximilian und sein Großvater die kleinen und großen Teilnehmer. Sie führten die mittelalterlichen Straf- und Folterinstrumente vor und Maximilian erzählte noch im trockenen die erste Geschichte.

Dann ging es bei strömenden Regen durch die Stadt, wo lustige und gruselige Geschichten erzählt wurden. Höhepunkt war dann der Besuch der Burg, die aber erst betreten werden durfte, nachdem die Kinder den beiden dort postierten Landsknechten das richtige Lösungswort gesagt hatten. Ansonsten hätte der Kerker gedroht….

Nach drei gruseligen Geschichten wurde die Burg aber schnell wieder verlassen, drohte doch der Raubritter Heinrich von Strünkede dort mit seinem blank gezogenen Schwert.

Der Kindergarten St. Margaretha kann sich nun über eine Spende von über 300 € freuen, die bei dieser Sonderführung mit rund 50 Teilnehmern zusammenkamen.

Am 5. Januar findet um 17 Uhr ab/im Restaurant Em Kontörke eine weitere Kinderführung statt. Karten können noch am 2. Weihnachtstag und am 4. Januar im Restaurant erworben werden.

Für die normalen Mittwochsführungen im Em Kontörke können dort Karten erworben werden. Die Karten für die Dienstagsführungen mit drei-Gänge-Menu gibt es im Restaurant Antico Borgo und für die Führungen im Februar mit Buffet im Museumscafe. Weitere Informationen findet man auch im Internet unter www.nachtwaechter-linn.de.

Jetzt schon im elften Jahr: Kinderrundgang mit dem Linner Nachtwächter

Veröffentlicht Schreibe einen KommentarVeröffentlicht in Ungeordnet

Der Linner Nachtwächter liebt die Tradition und kommt deshalb nicht zur Ruhe. Schon zum elften Mal findet am Tag vor Weihnachten und bei wieder so großer Nachfrage auch am 3. Januar der Kinderrundgang durch die mittelalterliche Stadt (auch mit Erwachsenen als Begleitung)  statt.

 „Dabei werden auch gruselige Geschichten erzählt, deshalb sollten die Kinder schon etwas älter oder nicht schreckhaft sein,“ meint Nachtwächter Heinz-Peter Beurskens. Vor einigen Jahren hatten Kinder am Ende des Rundganges angemerkt, dass es doch gar nicht so gruselig gewesen sei. „Deshalb legten wir einen Zahn zu, es wurde viel gruseliger!“ erzählt der Nachtwächter. Noch bis heute haben kleine Teilnehmer einige Geschichten behalten. Noch gruseliger soll es aber auch in diesem Jahr nicht werden.

Dieser Rundgang enthält zwar auch einige Teile des normalen Rundganges, ist aber mit diesem nicht zu vergleichen. „Der Kinderrundgang ist etwas kürzer, aber dafür mit mehr Aktionen,“ erläutert Heinz-Peter Beurskens.  An diesem Rundgang beteiligen sich nämlich ausgesprochen viele Linner aktiv. Auch ein auswärtiger Ritter wird wahrscheinlich dabei sein. Leider wird die historische Feuerwehr den Abend nicht aktiv mitgestalten können, weil der Kessel an der alten Spritze repariert werden muss. „Das ist für die Kinder sehr schade,“ bedauert Beurskens. Ein gemeinsames Essen gibt es an den Abenden nicht. Termine für diese Sonderführungen sind Sonntag, der 23. Dezember 2018 und Donnerstag, der 3. Januar 2019.

Die Teilnehmer treffen sich um 16.15 Uhr im Restaurant „Em Kontörke“ in der Margaretenstr. Die knapp 2-stündige Führung beginnt dann um 16.30 Uhr.

Der Erlös der Veranstaltung – der Nachtwächter macht dies wieder ehrenamtlich – kommt diesmal nicht dem Museum, sondern dem Kindergarten Maria Himmelfahrt in Linn zugute. Damit soll neues Spielgerät angeschafft werden. Schließlich gehen die Enkel des Nachtwächters in diesen Kindergarten…….

Die Karten sind nur im Vorverkauf im Em Kontörke in Krefeld-Linn , Margaretenstr. 40 von mittwochs bis samstags ab 17 Uhr, sonntags ab 11 Uhr (Telefon 540064 ) erhältlich. Karten kosten für Erwachsene 10 €, für Kinder 5 €. Wegen der großen Nachfrage empfiehlt es sich, die Karten schnell zu bestellen. Auch für die normalen Führungen gibt es in dieser Saison noch Karten: für die Mittwochs-Führungen mit Eintopfessen ( Karten für 17 € ) in der Gaststätte „Em Kontörke“ .

Ein weiteres interessantes Angebot gibt es auch: an einigen Donnerstagen und Freitagen startet der Nachtwächter seine Tour in der Dependance des Linner Museumcafes in der Rheinbabenstr. im sog. Linn’sche Huus.

Diese Karten für 35 € gibt es nur im Museumscafe in der Rheinbabenstr. 85 . Auch per e-mail können diese Karten reserviert werden unter info@museumscafe-linn.de. Geboten wird hier neben der Führung eine Suppe, ein Überraschungsbuffet und ein Nachtisch. Diese Veranstaltungen sind auch für die Besucher gedacht, die nicht unbedingt das Traditionsgericht Grünkohl mit Würstchen bei der Führung haben möchten.

Karten für beide Veranstaltungen sind sicherlich auch ein etwas außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk.

In Zusammenarbeit mit den Restaurants in Linn sind für größere Gruppen auch Sonderführungen nach Absprache möglich. Dabei wird das Essen gesondert berechnet und für die Führung ein Pauschalbetrag als Spende für den Kindergarten Maria Himmelfahrt erhoben. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des Nachtwächters: www.linner-nachtwaechter.de

Besuchergruppe mit Feuerwehrwagen - Hat das mit der Pest zu tun?

Diamanten-Therapie gegen Pest

Veröffentlicht Schreibe einen KommentarVeröffentlicht in Ungeordnet

Welche Therapie hilft gegen die Pest? Leitende Ärzte und Management der Alexianer kamen zu einer Tagung nach Krefeld. Eigentlich wollten sie sich zur Entspannung am ersten Abend von einer Nachtwächterführung in Linn unterhalten lassen. Doch wurde daraus eher eine weitere „Fortbildungsveranstaltung“. Um echte Schmerzen kennen zu lernen, musste ein Arzt in den Pranger und konnte sich nur mit dem Versprechen befreien, künftig in Linn – wie seine mittelalterlichen Vorgänger – den Krämerladen zu betreiben. Der Nachtwächter hatte allerdings den Eindruck, dass die Kollegen den Arzt lieber im Pranger gelassen hätten…..

Dann lernten die Ärzte und Manager Diamanten und geheimnisvolle Zeichen als Schutz vor der Pest ( und wohl auch Ebola ? )ebenso  kennen  wie eine wirksame Behandlung von „Buckel“. Am Jagdschloss erfuhren sie interessantes über das Wirken von Dr. Pempelfurth, dem berühmtesten Arzt in Krefeld, und was Paracelsus mit Linn zu tun hat. Überrascht waren sie dann, als der Nachtwächter das „echte“ Alter der Tagungsleiterin mit 522 Jahren beweisen konnte.

Sie zeigten sich dankbar für die für sie neuen Therapieansätze, hofften aber, von einer Epidemie auch künftig verschont zu bleiben. Damit hat die neue Nachtwächtersaison begonnen.